Hundebandwurm in natürlicher Größe, vergrößert, und Finnen desselben. +Schlußbild+: Hans mit Karo. Zwölfter Abend. +Titelbild+: Kokospalmen am Strande. +Schlußbild+: Drachenbaum von den Kanarischen Inseln. Dreizehnter Abend. +Titelbild+: Stall mit Rauchschwalben; unten Mäuse. Draußen Katze, Sperlinge, Storch im Nest. +Schlußbild+: Gecko, Kakerlaken jagend. Vierzehnter Abend. +Titelbild+: Weihnachtsbaum im Zimmer, von einem Sonnenstrahl gestreift. +Schlußbild+: Wetterhäuschen. [Illustration] Erster Abend. Sonntag ist es und abendliche Dämmerstunde. Draußen fegt der Wind das letzte Laub von den Bäumen, und klatschend schlägt der unfreundliche Herbstregen gegen die Fensterscheiben. Gemütlich im Lehnstuhle seines Studierzimmers sitzt ~Dr.~ Ehrhardt; um ihn haben seine drei Knaben Platz genommen: Fritz, der Sekundaner, Kurt, der übermütige Primus der Untertertia, und Hans, der zehnjährige, von seinen Brüdern aber noch immer nicht für ganz voll genommene Quintaner. Sieh nur, Vater, sagt Kurt, der ans Fenster getreten, da sind wahrhaftig schon Schneeflocken in dem Regen! Jetzt ist der Winter da, und unsere schönen Ausflüge sind wieder vorbei. Das ist doch zu schade! Du wolltest uns noch so vieles draußen zeigen! ~Dr.~ +Ehrhardt+: Ja, das werden wir nun wohl auf nächstes Frühjahr verschieben müssen. Aber sollten wir hier im Hause nicht auch Naturgeschichte treiben können? Ich meine, es gibt da so mancherlei, Tiere und Pflanzen sowohl wie Mineralien, an denen noch recht viel zu lernen wäre. +Kurt+: Ach, Vater, ich fürchte, das wird doch nur sehr langweilig werden. Hunde und Katzen haben wir schon in der Schule ausführlich genug besprochen, und die paar Gummibäume und Palmen in unserm Balkonzimmer scheinen mir doch recht wenig interessant; die wollen ja nicht einmal blühen. Mineralien haben wir freilich in der Schule noch nicht gehabt; aber die gibt es ja wohl bloß im Gebirge. +Fritz+: Na, das ist gut, Kurt! Da bist du, glaub’ ich, doch auf dem Holzwege! „Mineral“ bedeutet zu deutsch weiter nichts wie „Stein“, und Steine gibt es überall. -- Was du aber, Vater, mit den Mineralien meinst, die in unserer Wohnung vorkommen, ist mir auch nicht recht klar. Mauersteine gehören ja zu den Kunstprodukten. Denkst du vielleicht an Mutters Edelsteine? ~Dr.~ E.: Die gehören selbstverständlich auch zu den Mineralien im Hause. Aber es wundert mich, daß du als wohlbestallter Untersekundaner noch eine so enge Vorstellung von den Mineralien hast. Muß denn ein Mineral immer hart und fest sein? +Fritz+: Ja, das dachte ich allerdings, sonst paßt doch der Begriff Stein nicht. ~Dr.~ E.: Letzteres ist wohl zuzugeben; aber das Wort +Stein+, wie wir es im gewöhnlichen Leben gebrauchen, stimmt auch nicht so völlig mit dem wissenschaftlichen Begriff Mineral überein, wie du zu glauben scheinst. Wir wollen uns das gleich einmal klarmachen. Ohne Zweifel habt ihr in der Schule gelernt, in welche drei großen Gruppen man alle Naturkörper einteilen kann. Das wirst du sogar schon wissen, mein Hansel. +Hans+: O natürlich! Das ist das Tierreich, das Pflanzenreich und das Mineralreich. ~Dr.~ E.: Sehr schön! Kurt wird mir auch sagen können, wie man die Tiere und Pflanzen von den Mineralien unterscheidet. +Kurt+: Das ist ja ganz einfach: Die Tiere und Pflanzen haben +Leben+; die Mineralien dagegen sind leblose Naturkörper. [Sidenote: Wasser ein Mineral.] ~Dr.~ E.: Nun seht ihr! Wenn wir demnach nicht das Wort „Steine“, sondern „leblose Naturkörper“ für Mineralien setzen, so werdet ihr wahrscheinlich keinen Augenblick im Zweifel sein, wohin wir zum Beispiel das Wasser zu rechnen haben. +Fritz+: Ja, wenn du so willst, dann muß natürlich das Wasser zu den Mineralien gehören, da es gewiß kein lebendes Wesen ist. Aber komisch klingt es doch, wenn man einen Regentropfen ein Stück Mineral nennen soll. ~Dr.~ E.: Ich denke, nicht komischer, als wenn ich einen Quecksilbertropfen, der im Felsspalt sitzt, als Mineral bezeichne. Du stößt dich, wie es...
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George Hill
1 year agoThis is one of those stories where it creates a vivid world that you simply do not want to leave. A valuable addition to my collection.