Der Sohn: Ein Drama in fünf Akten by Walter Hasenclever

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By Betty Young Posted on Dec 25, 2025
In Category - Digital Minimalism
Hasenclever, Walter, 1890-1940 Hasenclever, Walter, 1890-1940
German
Ever felt like your parents just don't get you? Imagine that feeling cranked up to the most intense, dramatic level possible. That's the heart of Walter Hasenclever's 'Der Sohn.' It's a play about a young man pushed to his absolute limit by his cold, authoritarian father. Written in 1914, it captures that explosive moment when a new generation decides it can't—and won't—live by the old rules anymore. It's raw, it's emotional, and it feels surprisingly relevant even today. If you've ever wrestled with the pressure to be someone you're not, this story will hit home.
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Ja, Herr Doktor. Sie haben es mir erklärt. Ich verstehe Ihren Schmerz. Sie sind traurig, weil dieser Kegel in der Welt ist. Glauben Sie mir, ich bin es nicht mehr! Mir fehlt sogar die vergängliche Pose, die sich noch unter Tränen verhöhnt. Sie werden sagen, ich sei ein Schwächling oder ein Schurke. Aber ich sage Ihnen: ich stand im schwarzen Rock vor der schwarzen Tafel -- und wußte genau, daß ich die Kreide in der Hand hatte. Ich wußte sogar, daß man den kleinen vom großen Kegel subtrahiert und trotzdem -- ich habe es nicht getan. Der Hauslehrer: Aber weshalb nicht! Ich frage Sie, weshalb? Der Sohn: Jemand wurde vor mir in Geschichte geprüft: 1800 so und so viel war die Schlacht bei Aspern. Und während meine Hand unwirklich die Kreise an der Tafel beschrieb, sah ich Erzherzoginnen und fliehende Boulevards ... Sie werden begreifen, daß man in dieser Süßigkeit allein schon die Mathematik vernichtet. Die Auflösung einer einzigen Klammer hätte mich gerettet. Ich habe es vorgezogen, mich in ihr zu verachten. Der Hauslehrer: Wir hätten in den letzten Tagen nicht so viel arbeiten sollen. Ihr Zustand ist begreiflich. Sie stehen unter einer seelischen Depression. Der Sohn: Ich glaube, die Seele der Menschen ist nicht so einfach. Dieser Tag ist ein Erlebnis. Meine Sehnsucht, frei zu werden, war zu groß. Sie war stärker als ich, deshalb konnte ich sie nicht erfüllen. Ich habe zu viel empfunden, um noch Mut zu haben. Ich bin an mir selber verblutet. Ich werde wohl niemals die Kraft haben, das zu tun, wofür ich da bin. Jetzt sehen Sie ein, daß ich die Matura nicht bestehen konnte: ich wäre an irgend etwas zugrunde gegangen. Der Hauslehrer: Beruhigen Sie sich. Es ist nicht so schlimm. Der Sohn: Ich danke Ihnen. Sie sind gut zu mir. Man wird Sie davonjagen, weil ich ein Idiot bin. Der Hauslehrer: Ich wollte, ich könnte Ihnen helfen. Der Sohn: Mein Vater wird dafür sorgen, daß es nicht geschieht. Der Hauslehrer: Wie werden Sie es ihm sagen? Der Sohn: Bitte telegraphieren Sie ihm, Sie wissen seine Adresse. Es ist mir unmöglich, das selber zu tun. Ich fürchte seinen Zorn nicht, doch ich leide an jedem Menschen und an jeder Straße. Ich bin gedemütigt durch jede Existenz, die meine Sehnsucht nach ihr verringert. Ich finde es empörend, daß ein Gebäude entsteht, aus dem man vermittels elektrischer Wellen die Lüfte ruiniert. Wie hasse ich dies Communiqué zwischen Kaiser und Kommis! Der Teufel hat dafür gesorgt, daß sich jede Braut und jeder Sterbende noch um die Erde drahtet. Der Hauslehrer: Ich möchte Ihnen etwas sagen. -- Seien Sie nicht bekümmert meinetwegen, wenn Ihr Vater mich nach Ihrem Durchfall entläßt ... Der Sohn (schnell): Sie haben Familie und müssen sorgen. Ich bin schuld wenn Sie unser Haus verlassen. Das tut mir leid. Der Hauslehrer: Das soll Ihnen nicht leid tun! Denken Sie an sich. Wenn ich auch nur Ihr Hauslehrer bin -- glauben Sie mir -- ich liebe Sie trotzdem! Der Sohn (ergreift seine Hände): Mein alter Freund, ich wußte es, daß Sie mich lieben. Eines Tages, wenn ich geerbt habe, will ich Sie einladen auf eine Reise nach Paris oder Hindostan. Dann werden wir in den Louvre gehn und mit arabischen Mädchen soupieren. Die Erde, die uns trennt, ist nicht so groß! Auch für Sie leben die Götter Homers und Schillers Lied an die Freude. Der Hauslehrer: Was werden Sie jetzt tun? Der Sohn: Vielleicht einen Monolog halten. Ich muß mich aussprechen mit mir. Sie wissen, daß man sonst diese Mode verachtet. Ich habe es niemals als schimpflich empfunden, vor meinem eignen Pathos zu knien,...

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The Story

The story follows a young man, simply called 'The Son,' who is suffocating under his father's control. His father sees him only as an extension of his own will, a future official to carry on the family name. The Son dreams of freedom, art, and love—everything his father despises. The conflict escalates over five tense acts. A friend tries to help the Son break free, encouraging his rebellion. The father’s threats grow more severe, pushing the Son toward a desperate, unthinkable choice. It’s a gripping, claustrophobic look at a family battle that becomes a fight for a soul.

Why You Should Read It

This isn't just a period piece. Hasenclever writes with a fiery intensity that makes the Son's pain and rage leap off the page. You feel the weight of every command from the father and the crushing disappointment in every interaction. The play captures a universal feeling: the desperate need to define your own life, especially when the person who should support you is your biggest obstacle. It’s a powerful snapshot of the generation that came of age just before World War I, full of restless energy and a hunger for a different world.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves intense character dramas or is interested in the roots of modern rebellion. If you enjoyed the father-son tensions in works like 'Death of a Salesman' or the raw emotional honesty of early 20th-century expressionist art, you'll find a lot to connect with here. It's a short, potent read that packs a serious emotional punch and leaves you thinking long after the final page.



🏛️ Open Access

The copyright for this book has expired, making it public property. Access is open to everyone around the world.

Anthony Jones
1 year ago

I have to admit, the narrative structure is incredibly compelling. Definitely a 5-star read.

Lucas Allen
2 months ago

My professor recommended this, and I see why.

Dorothy Harris
10 months ago

To be perfectly clear, it provides a comprehensive overview perfect for everyone. Highly recommended.

Charles Thompson
1 year ago

Fast paced, good book.

Karen Davis
1 year ago

I came across this while browsing and the depth of research presented here is truly commendable. A valuable addition to my collection.

5
5 out of 5 (14 User reviews )

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